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Warum heiße ich ‚Sigminator’?
Servus, Leute. Wie Ihr sicher wisst, darf man sich in der Pokerszene aufgenommen fühlen, wenn man einen Kampfnamen verliehen bekommt. Nicht wenn man ihn sich selbst verleiht. Die Amerikaner sind darin ganz groß. Meinen Poker-Spitznamen hätte ich mir gar nicht selbst ausdenken können. Denn auf eine solche Assoziation kommt man wohl nur in Las Vegas, Nevada ...
Es war im Jänner 1997 als ich mich voller Spannung zum ersten Mal einer Gruppe von Spielern anschloss, die damals regelmäßig im City.Card Casino Salzburg spielten. Unser ursprüngliches Hotel, das ‚Four Queens’ in Downtown Las Vegas war eine Riesen-Enttäuschung. Das Hotel wäre bei uns in Europa schon längst abgerissen worden. Nach der ersten Nacht wechselte ich ins ‚Mirage’ und fand mich im Poker-Paradies wieder. Das Hotel war ohnehin zu dieser Zeit die Nummer Eins in Vegas, aber obendrein stolzierte hier die gesamte Pokerszene ein und aus!
Das beliebteste Spiel dort war jenes, das ich ganz gut beherrschte: Seven Stud. Das Mirage bot genau die richtigen Partien für mich, denn die dortigen Profis mischten sich mit den Touristen – die ideale Kombination von Profis, denen man es nicht ansieht, und jenen, die man auch als „dankbare Gäste am Tisch“ bezeichnet. Weder das eine noch das andere wäre spielenswert, wenn acht Spieler – sei es nun Abgezocktheit oder Anfänger-Naivität - bis zum Schluss mitgehen und ich mit meinen zwei Paar Assen oder Königen dann den zweiten oder dritten Platz mache!
Ich war für die Profis auch ein „Tourist“: ein buchstäblich „unbeschriebenes Blatt“, von den Amerikanern in die Touristenklasse eingestuft und völlig unterschätzt. Am Tisch setzte ich mich schnell durch und fuhr fast jeden Tag einen schönen Gewinn ein, indem ich nur die guten Starthände gespielt habe. Nach und nach respektierten mich die Amis, und beim Small-Talk am Tisch wurde natürlich gefragt: ‚What’s your name and where are you from?’ Arnold Schwarzenegger war zwar zu dieser Zeit noch nicht Gouverneur von Kalifornien, aber als sie ‚Sigi’ und ‚Austria’ zur Antwort bekamen, muss ihnen noch ‚Terminator’ noch durchs Gehirn gequirlt sein: ‚So you are the Sigminator’, guy!’. Okay ... damit kann ich ganz gut leben!
Euer Sigminator
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